
Ein Moment im Live-TV sorgt plötzlich für hitzige Diskussionen: Andrea Kiewel, vielen nur als Kiwi bekannt, steht nach einem Patzer im „ZDF-Fernsehgarten“ massiv in der Kritik.
Ein lockerer Spruch mit Folgen

Im „ZDF-Fernsehgarten“ ist es am Sonntag zu einem heftigen Eklat gekommen. Ein kurzer Beitrag über Pokémonkarten sorgte nach der Ausstrahlung für massive Kritik in den sozialen Netzwerken.
Moderatorin Andrea Kiewel sprach in der Sendung mit einem Experten über eine seltene Sammelkarte. Dabei unterlief ihr vor laufenden Kameras ein Patzer, der kurz darauf im Netz für Empörung sorgte.
Kiewel bezeichnete eine japanische Pikachu-Karte zunächst als chinesisch. Direkt danach folgte ein Spruch, den viele Nutzer als rassistisch einordneten. Wenige Stunden später verbreitete sich die Szene bereits auf TikTok und anderen Plattformen.
Pikachu-Karte wird falsch eingeordnet
Ausgangspunkt war eine seltene Pokémonkarte, die im Beitrag vorgestellt wurde. Es handelte sich um eine japanische Pikachu-Karte. Andrea Kiewel sprach jedoch zunächst von einer chinesischen Karte.
Schon diese Verwechslung fiel vielen Zuschauern auf. Doch der eigentliche Aufreger folgte unmittelbar danach. Die Moderatorin schob den Spruch „Ching Chang Chong“ hinterher.
Genau dieser Moment löste die Kritik aus. Viele Nutzerinnen und Nutzer warfen dem ZDF und der Moderatorin vor, damit rassistische Klischees zu reproduzieren. Aus einem scheinbar kleinen TV-Moment wurde so innerhalb kurzer Zeit eine größere Debatte über Alltagsrassismus.
TikTok-Video geht schnell viral

Besonders laut äußerte sich der deutsche Content-Creator Mr.fujicard. Er ist online für Videos rund um Pokémonkarten bekannt und erreicht mit seinen Inhalten ein großes Publikum.
Er schnitt die entsprechende Szene aus dem „ZDF-Fernsehgarten“ heraus und veröffentlichte sie auf TikTok. Innerhalb von nur 16 Stunden wurde der Clip bereits mehr als 600.000 Mal angesehen.
Unter dem Video machte der Creator seinem Ärger deutlich Luft. Er schrieb: „Fernsehen 2026 … Ich bin immer noch fassungslos von dieser Aussage. Wie kann man heutzutage noch so was sagen und sich selbst dafür feiern?“
„Je öfter ich diesen Clip gesehen habe, umso wütender macht es mich“

Mr.fujicard erklärte in seiner Caption weiter, wie sehr ihn die Szene beschäftige. Er schrieb: „Je öfter ich diesen Clip gesehen habe, umso wütender macht es mich. Allein diese Betonung dabei.“
Auch im Video selbst wurde er deutlich. Er sagte: „Was die Moderatorin dort gesagt hat, zeigt mal wieder, wie tief der Alltagsrassismus in den Medien sitzt.“
Für ihn geht es nicht um einen harmlosen Versprecher. Vielmehr sieht er in der Szene ein Beispiel dafür, wie abwertende Stereotype noch immer öffentlich wiederholt werden. Besonders problematisch sei, dass die Aussage in einer großen Unterhaltungssendung gefallen sei.
Creator kritisiert den angeblichen Scherz
In seinem Statement ordnete Mr.fujicard die Szene noch genauer ein. Er erklärte: „Dort wird eine japanische Pikachu-Karte gezeigt. Die Moderatorin sagt dazu ‚chinesisch, ich mein, ist ja eh alles das Gleiche.‘ Und sagt dahinter noch ‚Ching Chang Chong‘.“
Dann stellte er die Frage, die offenbar viele Nutzer beschäftigt: „Ich meine wirklich, in welchem Jahr leben wir, dass das ihre erste Reaktion ist.“
Besonders störe ihn, dass der Spruch in der Situation wie ein Witz gewirkt habe. Er sagte: „Es hat auf jeden Fall den Anschein gemacht, als fände sie es total witzig.“ Für ihn sei die Aussage jedoch kein harmloser Spaß.
Viele Nutzer sprechen von Alltagsrassismus

Mr.fujicard machte deutlich, warum ihn die Szene so stört. Er erklärte: „Es ist kein harmloser Witz. Es ist die Reproduktion von rassistischen Stereotypen, die viele asiatische Menschen wirklich tagtäglich erleben.“
In den Kommentaren unter seinem Video schlossen sich zahlreiche Nutzerinnen und Nutzer dieser Sichtweise an. Viele zeigten sich fassungslos darüber, dass eine solche Aussage im Jahr 2026 in einer großen ZDF-Sendung fallen konnte.
Der Vorfall zeigt, wie schnell ein Moment aus einer Live-Sendung eine breite Debatte auslösen kann. Für viele geht es dabei nicht nur um Andrea Kiewel oder eine Pokémonkarte, sondern um die Frage, wie selbstverständlich manche Klischees noch immer im Fernsehen auftauchen – und warum Betroffene solche Sprüche nicht länger hinnehmen wollen.